Presse


Diese Apfelernte hilft Menschen in Not

Einen Scheck in Höhe von 1063 Euro hat der Verein Herzensengel vor Kurzem aus Weiskirchen erhalten.

Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 29.11.2023 von Dieter Ackermann

Adrian Schmitz bedankte sich bei der Entgegennahme des Schecks bei allen Beteiligten. Foto: Dieter Ackermann
Adrian Schmitz bedankte sich bei der Entgegennahme des Schecks bei allen Beteiligten. Foto: Dieter Ackermann

Diese Apfelernte von Freiwilligen hat sich wirklich gelohnt. Nachdem eine Handvoll von Helfern auch in diesem Jahr wieder auf Initiative des Weiskircher Ortsvorstehers Stefan Schuh bei einem Arbeitseinsatz die Äpfel hinter der Hochwaldhalle von Weiskirchen geerntet und vermarktet hatte, nahm Adrian Schmitz als Vorsitzender des Vereins Herzensengel jetzt im Rathaus der Hochwaldkommune einen Scheck über 1063 Euro dankbar entgegen. Hatte diese Aktion im Vorjahr noch eine Gesamtspende von 641 Euro erbracht, freuten sich die Herzensengel diesmal fast über eine Verdopplung dieses Betrages für die Unterstützung ihrer vielfältigen Aufgaben.

 Weil die abgeernteten Apfelbäume auf der besagten Fläche der Hochwaldgemeinde gehören, sich der früher für diese Streuobstwiese zuständige Obst- und Gartenbauverein Weiskirchen aber wegen seiner Nachwuchssorgen vor ein paar Jahren aufgelöst hatte, trommelte Schuh auch in diesem Jahr für die Ernte wieder Freunde und Bekannte zusammen. Auch Bürgermeister Wolfgang Hübschen ließ sich wieder nicht lange bitten und reihte sich in das Ernteteam ein. Nach der durchaus schweißtreibenden Erntearbeit füllten die Äpfel schließlich zwei große Pkw-Anhänger von Martin Schneider und Harald Weyand. Damit wurden die Früchte zur Kelterei Schmitt nach Menningen gefahren, um dort zu hundertprozentig reinem Apfelsaft verarbeitet zu werden.

Der so gewonnene Fruchtsaft wurde dann in Fünf-Liter-Gebinde, sogenannte Bags, abgefüllt. Nach einem einwöchigen Ruhe- und Absetzzeitraum wurden diese Apfelsaftbehälter mit ihrem wohlschmeckenden Inhalt für jeweils elf Euro wie im Vorjahr wieder unter anderem im Bürgerbüro des Weiskircher Rathauses verkauft. Das bildete letztlich die Voraussetzung für den Gesamterlös von 1063 Euro.

Adrian Schmitz bedankte sich bei der Entgegennahme des Schecks bei allen Beteiligten: „Damit ist unser Vereinskonto wieder erfreulich aufgefüllt. Aus unserer Erfahrung heraus müssen wir auch in der bevorstehenden Adventszeit wieder damit rechnen, dass uns Hilferufe unverschuldet in Not geratener Menschen erreichen, denen wir unbedingt helfen müssen.“


Der Herzensengel schwingt die Bondaxt

„Merzig, da-je!“ hieß zum ersten Mal für diese Session am Vorabend des 11.11 mit Laudatios und ersten Schenkelklopfern.

Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 17.11.2023 von Heiko Britz

Das neue Prinz Stefan (Ollinger), Prinzessin Kristin (Weiten) und das Kinderprinzenpaar Philipp I. (Flug) und Isabelle I. (Minch) stellen sich vor. Foto: Heiko Britz
Das neue Prinz Stefan (Ollinger), Prinzessin Kristin (Weiten) und das Kinderprinzenpaar Philipp I. (Flug) und Isabelle I. (Minch) stellen sich vor. Foto: Heiko Britz

Am Vorabend des 11.11. eröffnete die Karnevalsgesellschaft (KG) Humor 1878 Merzig mit einem fröhlichen „Merzig, da-je!“ im Vereinshaus in die neue Session.

Als neues Erwachsenen-Prinzenpaar wurden Prinz Stefan Ollinger, Prinzessin Kristin Weiten sowie als Kinder-Prinzenpaar Prinzessin Isabelle I. (Minch) und Prinz Philipp I. (Flug) präsentiert und durch Überreichen der Insignien mit Antrittsrede ins Amt eingeführt. Bei der Sessionseröffnung wird neben den Prinzenpaaren der neue Oberzampano bzw. die neue Oberzampana der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Mal hatten sich die Verantwortlichen für Adrian Schmitz entschieden, den Vorsitzende des Vereins Herzensengel.

Mit einer Laudatio seines Vorgängers Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport, wurde er ernannt. Kurfürst Stephan Thräm, Präsident Erik Wagner und Jost überreichten Schmitz die „Bondaxt“, Urkunde sowie das Wappen des Oberzampano. Adrian Schmitz ist in und über Merzig hinaus vor allem durch sein unerschütterliches Engagement im Verein Herzensengel bekannt, der Menschen aus der Region, die in Not geraten sind, unterstützt. Mit dieser Ernennung setzt die Karnevalsgesellschaft ein Zeichen für Inklusion, denn Schmitz ist nach einem schweren Autounfall vor rund 30 Jahren erblindet.

Dieses Zeichen setzt sich am 4. Februar in einer inklusiven Kappensitzung für Menschen mit und ohne Behinderung fort. Das reguläre Programm der beliebten Sitzungen, die sonst am Samstagabend stattfinden, wird an diesem Sonntagnachmittag in der barrierearmen Stadthalle durch Gebärdendolmetscher, die teilweise auch in Leichte Sprache übersetzen, einer Audiodeskriptionsanlage und speziell geschulten Mitarbeitern, die das Bühnengeschehen beschreiben, ergänzt. Zudem werden Helfer, sofern nötig, vom Verein gestellt. Speise- und Getränkekarten werden in Brailleschrift bereitgehalten.

Darüber hinaus ist die KG Humor im nächsten Jahr Gastgeberin des VSK-Prinzenfrühstücks, das am Sonntag, 14. Januar, erstmals in der Stadthalle Merzig stattfinden wird. Weitere Termine im närrischen Kalender der KG Humor sind die erste Gala-Kappensitzung am Samstag 27. Januar, die Kinderkappensitzung am Sonntag, 28. Januar, und die zweite Gala-Kappensitzung am Samstag, 3. Februar.

 

Zum Bild: Nach der Ernennung des neuen Oberzampanos Adrian Schmitz (Zweiter von links) stellten sich Kurfürst Philipp-Christoph von Sötern (Stephan Träm, links), Vereinspräsident Erik Wagner und der scheidende Oberzampano Reinhold Jost zu einem Erinnerungsfoto auf. Foto: Heiko Britz


Schutzengel mit vier Pfoten und sensibler Nase

Assistenzhündin Ella soll so früh wie möglich warnen, wenn das Wohlbefinden der gehandicapten Kinder der Familie Theobald aus Britten zu kippen droht.

Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 14.11.2023 von Dieter Ackermann

Während Jannes mit Ella schmust, schläft sein Bruder Elian angeschlossen an gleich mehrere Überwachungsgeräte. FOTO: DIETER ACKERMANN
Während Jannes mit Ella schmust, schläft sein Bruder Elian angeschlossen an gleich mehrere Überwachungsgeräte. FOTO: DIETER ACKERMANN

Wenn Michele und Michael Theobald mit ihren Söhnen Jannes (6) und Elian (3) zum Einkaufen fahren wollen, müssen die Eltern dazu noch zwei Rollstühle, zwei Beatmungsgeräte, Wickeltasche, Sauerstoff, Herzmonitor und einen Notfallkoffer im Auto unterbringen. Neuerdings verlässt die Familie das eigene Heim in Britten zusätzlich nicht mehr ohne Ella, die ausgebildete Assistenzhündin. Wenn die junge Mutter schildert, mit welchen einschränkenden Gendefekten die beiden lebensfrohen aber schwerst mehrfach behinderten Jungs zeitlebens zu kämpfen haben, wechseln sich beim Zuhörer Mitleid und Bewunderung ständig ab: „Bei beiden haben die Ärzte unter anderem Herzfehler und eine schwere Epilepsie diagnostiziert. Mittlerweile ist der Hirnstamm geschädigt, sodass beide Kinder im Schlaf eine Beatmungsmaschine und Sauerstoff benötigen.“ Gerade die durch Gendefekte ausgelöste schwere Epilepsie schränke Jannes und Elian im Alltag stark ein. Für das tägliche Familienleben bedeute dies beispielsweise bei einer akuten epileptischen Attacke, dass sich der Körper des betroffenen Kindes manchmal gleich mehrere Tage lang völlig verkrampft. Davor warnt jetzt noch vor den Maschinen Ella, der Schutzengel auf vier Pfoten.

Wie die Familie zum Hund gekommen ist, schilderte Michele Theobald: „Im Internet haben wir den Beitrag vom SR über einen Labrador gelesen, der bei seiner Besitzerin frühzeitig vor sich anbahnenden Epilepsie-Anfälle warnt.“ Mit dem Discovery-Dog-Team der gleichnamigen Hundeschule in Kirkel-Limbach habe sie dann erste Kontakte geknüpft. Schon bald habe man sich dann gemeinsam nach einem geeigneten Welpen umgeschaut, der zu einem Assistenzhund ausgebildet werden sollte. Dafür sei nach Einschätzung der Hundetrainer für die Familie nur der Welpe eines Labrador Retrievers in Frage gekommen. „Wenig später machten wir uns auf den langen Weg zu Marita Bittmann und Norman Markstahler, die sich in Gaggenau mit dem Zuchtzwinger Bernsteingucker bereits einen ausgezeichneten Ruf erworben haben.“

Nachdem die erfahrenen Ausbilder die Theobalds fachmännisch bei der Auswahl nach wichtigen Kriterien für die geplante Ausbildung beraten hatten, fiel letztlich die Wahl auf die sechs Wochen alte Ella. Der junge Hund musste unter anderem selbstbewusst sein, gern apportieren und über eine sensible Nase sowie einen hohen Arbeitswillen verfügen – und weil sie das alles mitbrachte, kam sie später Mitte April nach Britten. Unter fachkundiger Anleitung von Discovery Dog begann dann in Britten die eigentliche Ausbildung. Michele Theobald: „So wuchs unsere Familie mit dem vierbeinigen Zuwachs zusammen, und die gewünschte gegenseitige Bindung ergab sich dabei fast von selbst.“

Aber neben viel zusätzlicher Arbeit mussten die Theobalds für die Anschaffung und Ausbildung von Ella auch viel Geld aufbringen. Alles in allem hatten sie 17 500 Euro in das neue Familienmitglied zu investieren. Michele Theobald: „Einmal mehr mussten wir uns bei den Herzensengeln in Merzig bedanken, die uns diese Kosten mit einer Spende von 2000 Euro reduzierten.“ Dabei erinnerte sie zugleich noch an eine weitere Zuwendung der Herzensengel in Höhe von 3000 Euro, die von den Rotariern Lebach/Wadern, der Firma Regler Systems und der Lackiererei Wollmann sowie dem Musikverein Melodienkranz Hausbach und der Musikfreunde Hochwald auf einen Gesamtbetrag von rund 15 000 Euro aufgestockt wurde, womit die dringend erforderliche Zufahrtrampe vor dem Haus realisiert werden konnte.

Im SZ-Gespräch ergab sich dann fast zwangsläufig die Frage, was Ella denn inzwischen als Assistenzhündin für die Familie alles zu leisten vermag. Und es ist wirklich erstaunlich, welche wertvolle Unterstützung die dunkelblonde Hündin mit den braunen Augen für diese vom Schicksal alles andere als verwöhnte Familie bereits bieten kann. Zum Beispiel beim Globus-Einkauf, wo andere Hunde nicht zugelassen sind, weicht die Assistenzhündin nicht von der Seite der Jungs. Michele Theobald: „Mit diesem ruhigen, fast bedächtigen Vierbeiner an der Seite haben wir zum Beispiel auch schon einen stationären Hospizaufenthalt, Krankenhaustermine, einen Freizeitpark und eine Theatervorstellung besucht.“ Der Schutzengel auf vier Pfoten habe dabei stets nur seine ganze Aufmerksamkeit auf die Kinder gerichtet, die in seiner Nähe deutlich ruhiger auf alle Einflüsse der sich wechselnden Umgebung reagierten. Die Mutter: „Wenn Ella dabei ist, haben beide Kinder die Möglichkeit, ganz normal ihre Kindheit zu erleben. Sie können selbst auf Spieltürme klettern, denn Ella warnt uns eine ganze Zeit bevor es zu einer gefährlichen Situation kommt. Die Kinder beruhigen sich nach Anfällen durch Körperkontakt mit ihr wesentlich schneller.“

Für die Eltern der beiden schwerkranken Kinder ist das bei ihrem ohnehin unvergleichlich schweren Alltag – der Informatiker Michael kann nur in Teilzeit arbeiten und Michele Theobald kümmert sich rund um die Uhr um die beiden – eine wertvolle Entlastung. Bei den palliativ-medizinisch betreuten Kindern stehe nun mal nicht im Vordergrund, dem Leben mehr Zeit zu geben. Stattdessen drehe sich alles darum, ihnen mehr Zeit zum Leben zu geben. Die Mutter räumt ganz offen ein, dass die Familie mit den schwerstkranken Kinder ganz klar in einer Nische der Gesellschaft lebt.

 

Jannes Theobald mit Ella im Supermarkt. FOTO: DIETER ACKERMANN
Jannes Theobald mit Ella im Supermarkt. FOTO: DIETER ACKERMANN

Jannes Theobald mit Ella im SupermarktUmso dankbar seien sie und ihr Mann für die großartige Unterstützung durch Ella. Es sei einfach toll, wenn einer der beiden Jungen nachts wach und unruhig werde, und der Vierbeiner, noch bevor die angeschlossenen Warninstrumente Alarm schlagen, von sich aus zum Beispiel einen der Lichtschalter einschaltet, Notfallmedikamente bringt, den Hausnotruf betätigt und zu dem von einem Epilepsieanfall bedrohten Kind geht. Darüber hinaus eröffneten sich durch den Hund ganz andere Möglichkeiten, Unternehmungen zu machen, da Ella auch die Kinder vor Straßenübergängen oder Treppen blockiert sowie das Weglaufen verhindert. Beide Kinder seien nun mal geistig behindert und würden andernfalls einfach auf die Straße rennen. Gerade Jannes habe auch als Autist Schwierigkeiten im Alltag. Die Labradorhündin sei stets an seiner Seite und gebe ihm somit Sicherheit. Sie nehme ihm einen Teil seiner Angst, wodurch es ihm möglich sei, die Welt um ihn herum weitgehend angstfrei zu entdecken. Und selbst in heiklen Situation bleibe die Hündin einfach ruhig und verlässlich – ein Schutzengel auf vier Pfoten eben.

INFO

Ständig in Kontakt mit der Familie

Schon mehrfach hat der Herzensengel aus Merzig der Familie von Michael und Michele Theobald mit den beiden schwerst behinderten Kindern in Britten das Leben erleichtert. Der Verein wurde am 12. Januar 2012 gegründet und hat aktuell über 120 Mitglieder. Adrian Schmitz und Mechthild Burger-Mathieu halten als Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende ständigen Kontakt mit der Familie.

In den vergangenen Monaten wurde der Assistenzhund „Ella“ von der Familie gemeinsam mit der Hundeschule Discovery Dog weiter ausgebildet. Die Hündin warnt vor epileptischen Anfällen, bringt auf Kommando die Notfallmedikamente und beruhigt die Kinder nach Anfällen. Gerade das schnelle Bringen wichtiger Notfallmedikamente erleichtert die Situation bei Anfällen sehr. Insgesamt bietet der Vierbeiner beiden Kindern auch eine psychische Stütze. So war „Ella“ schon mit der Familie stationär im Kinderhospiz und durfte mit zu Ausflügen.

Den Vorsitzenden des Herzensengel Adrian Schmitz erreicht man telefonisch unter (0 68 61) 8 39 00 71 oder per E-Mail unter info@herzensengel.saarland.


Spaß mit Bewegung für Senioren

Bericht von Dieter Ackermann in der Saarbrücker Zeitung vom 21.10.2023

Nicole Coniglio, Adrian und Astrid Schmitz (von links) in den Räumen des Betreuungsdienstes Indomo. Eine der älteren Damen nutzt mit offensichtlicher Begeisterung den Tischheimtrainer, den der Verein Herzensengel mitgebracht hat. FOTO: DIETER ACKERMANN
Nicole Coniglio, Adrian und Astrid Schmitz (von links) in den Räumen des Betreuungsdienstes Indomo. Eine der älteren Damen nutzt mit offensichtlicher Begeisterung den Tischheimtrainer, den der Verein Herzensengel mitgebracht hat. FOTO: DIETER ACKERMANN

Der ambulante Betreuungsdienst und Tagespflege mit dem Namen Indomo in Besseringen, Sandsteinweg 1, bietet seit Anfang August vergangenen Jahres Tagespflege und -betreuung für ältere Menschen mit oder ohne Demenz an. Diese Einrichtung bekam jetzt Besuch: Astrid und Adrian Schmitz von den Herzensengeln freuten sich, dem dortigen Team und seinen aktuell 18 Betreuten mit einigen Geschenken zusätzliche Gelegenheiten zu spielerischer Unterhaltung bieten zu können. Mit dem mitgebrachten Tischheimtrainer können die älteren Menschen jetzt auf und unter dem Tisch mit Füßen oder Händen ein unterhaltsames Bewegungstraining absolvieren. Und weil man „Indomo“ mit dem Begriff „Zuhause“ übersetzen kann, entdeckten die Tagesgäste sofort zu Hause viel Spaß beim Strampeln.

Als Vorsitzender des Vereins Herzensengel aus Merzig erläuterte Adrian Schmitz, wie es zu dieser Aktion seiner Organisation gekommen ist. Schon seit langem bereits würden sich die Herzensengel über jährliche Spenden des Ortsrates von Besseringen freuen. Und da seine Frau Astrid Schmitz in diesem Ortsrat mitarbeitet, habe er sich vor kurzem mal mit der Frage an die Leiterin von Indomo, Nicole Coniglio, gewandt: „Was braucht ihr, womit können wir euch eine kleine Freude bereiten?“ Klar sei für den Vorstand der Herzensengel von Anfang an gewesen, dass die jährlichen Spenden des Ortsrates auch wieder den Menschen von Besseringen zugutekommen sollen.

In einem langen Gespräch mit Nicole Coniglio und deren „rechter Hand“ Sabine Peter habe sich Schmitz zunächst mal einen respektvollen Überblick davon verschafft, was dieser ambulante Betreuungsdienst tagtäglich leistet. Die Leiterin erläuterte diese Arbeit jetzt auch der SZ: „Wir stellen mit unserer ambulanten Tagesbetreuung eine schöne Alternative zum oft sehr teuren Heimaufenthalt dar.“ Drei Krankenschwestern, eine Altenpflegehelferin, eine Betreuungsfachkraft und mehrere Aushilfen würden die zurzeit 18 Tagesgäste ab 7 Uhr zu Hause abholen und sie gegen 15.30 Uhr wieder nach Hause bringen. Bei Indomo würden sie in diesem Zeitrahmen betreut, beschäftigt und versorgt, ohne dass sich die Familien um die älteren Menschen kümmern müssten.

Der von den beiden Herzensengeln mitgebrachte Tischheimtrainer fand jedenfalls sofort großes Interesse bei den älteren Menschen. Vorzugsweise wurden die Pedale mit den Händen auf dem Tisch „auf Schwung“ gebracht. Der Spaß dabei stand den Beteiligten jedenfalls deutlich in die Gesichter geschrieben. Und als die Eheleute Schmitz dazu auch noch neue Bingo-Karten auf den Tisch legten, dankten es ihnen die betreuten Menschen und das ganze Team mit einem spontanen Applaus.


Golfrunde brachte 2500 Euro für die Herzensengel

Bericht in der Saarbrücker Zeitung vom 10.10.2023

Bei der Spendenübergabe, von links: Kai Klein, Manfred Kögel, Adrian Schmitz, Mechthild Burger-Mathieu, Walter Kühn und Jürgen Engel.   Foto: Kögel
Bei der Spendenübergabe, von links: Kai Klein, Manfred Kögel, Adrian Schmitz, Mechthild Burger-Mathieu, Walter Kühn und Jürgen Engel. Foto: Kögel

Im Golfpark Weiherhof hat Ende September beim wöchentlichen „Men‘s Day“ ein Golfen zu Gunsten der Hilfsorganisation Herzensengel stattgefunden. Bei der Spendenübergabe am Anfang Oktober auf der Anlage Weiherhof begrüßte der Initiator des Turniers Manfred Kögel alle Anwesenden und dankte insbesondere Kay Klein und Kai Seiwert vom Globus Losheim als Hauptsponsor sowie auch den weiteren Unterstützern Bitburger Brauerei, Naturbursche Losheim und Getränke Kessler, Losheim für ihre Förderung des Turniers. Walter Kühn, Captain der „Men’s Day“-Gruppe, dankte insbesondere allen Golfern des Turniers, da durch deren Teilnahme gleichzeitig das Startgeld komplett gespendet wurde. So konnte er bei der Spendenübergabe dem Vorsitzenden von Herzensengel, Adrian Schmitz, eine Spende in Höhe von 2000 Euro überreichen. Diese Summe wurde um weitere 500 Euro von Familie Palm vom Hochwälder Wohlfühlhotel, Losheim aufgestockt.

Adrian Schmitz war überwältigt von der enormen Summe von 2500 Euro. Die aktuelle Spendensumme 2500 Euro von dem Turnier werden eins zu eins an hilfsbedürftige Menschen aufgeteilt. Adrian Schmitz konnte den Anwesenden noch nicht genau sagen an wen diese gehen, da es derzeit einige Stellen hierfür gibt wie Kinder in Not sowie auch ältere hilfsbedürftige Menschen.


Beirat der Herzensengel übergibt „Schulbedarfs-kisten“ an Grundschulen in der Gemeinde

Bericht im Mettlacher Amtsblatt vom 14.09.2023

Ob Malblock, Schnellhefter, Spitzer oder einen Füller. Wie oft fehlt es einfach an Kleinigkeiten, die bedürftige Schülerinnen und Schüler dringend brauchen. Aus diesem Grund hat der Beirat der Herzensengel in der Gemeinde Mettlach pünktlich zu Schuljahresbeginn den beiden Grundschulen in Mettlach und Orscholz je eine sogenannte „Schulbedarfskiste“ übergeben. Damit können die Schulleiterinnen kurzfristig und unkompliziert reagieren, wenn mal dringender Bedarf besteht.

Das Foto zeigt die Übergabe an der Grundschule in Mettlach: v.l.n.r.: Manfred Braun (Kassierer Herzensengel), Elke Lütz-Karges (Beiratsmitglied Mettlach), Bürgermeister & Beiratsvorsitzender Daniel Kiefer, Schulleiterin Karin Eisenbarth, Anja Hexamer (Beiratsmitglied Mettlach)

Hintergrund:
Gemeinde Mettlach und der Herzensengel e.V. bilden den Beirat „Herzensengel Mettlach“.


Am 12. September 2013 wurde der „Herzensengel-Beirat Mettlach“ im Rathaus Mettlach ins Leben gerufen. Auf Initiative von Bürgermeister Carsten Wiemann und dem 1. Vorsitzenden des Herzensengel e.V., Adrian Schmitz, beschloss der Vorstand des Herzensengel e. V. diesem Beirat mit vier Personen beizutreten. Da der Beirat paritätisch besetzt werden sollte, wurden aus der Gemeinde Mettlach, neben dem amtierenden Bürgermeister, noch drei Personen aus der Sozialarbeit in den Beirat aufgenommen.


Sinn und Zweck des Beirates ist es, Organisationen, Vereine und Personen, die mit Kindern und behinderten Personen  aus sozialen Schwerpunkten zusammenarbeiten, mit einer finanziellen Hilfe zu unterstützen. Auch Personen, die unverschuldet in große Not geraten sind, können kurzfristige Hilfe erhalten. Der Gemeinde Mettlach ist es hingegen nicht gestattet, diesen Menschen aus Haushaltsmitteln eine Unterstützung zur Verfügung zu stellen.


Der Beirat „Herzensengel Mettlach“ ist wie folgt besetzt:
Gemeinde Mettlach:
Bürgermeister Daniel Kiefer, Anja Hexamer, Ursula Graf-Rummel, Günter Leinen
Herzensengel e.V.:
Elke Lütz-Karges, Margot Müller, Manfred Braun, Adrian Schmitz.

Die Bankverbindung für den Beirat „Herzensengel Mettlach“ lautet:
Sparkasse Merzig-Wadern
IBAN: DE69593510400000212787
BIC: MERZDE55


Homepage:
www.mettlach.de
www.herzensengel.saarland, E-Mail: herzensengel@mettlach.de


So eine Spende gab’s für die Engel noch nie

Bericht von Dieter Ackermann in der Saarbrücker Zeitung vom 12.08.2023

Große Freude über den höchsten Spendenbetrag, der die Herzensengel seit ihrer Gründung erreichte – im Bild (von links): Daniela Graf, Mechthild Burger-Mathieu, Adrian Schmitz und Esther Jehle FOTO: DIETER ACKERMANN
Große Freude über den höchsten Spendenbetrag, der die Herzensengel seit ihrer Gründung erreichte – im Bild (von links): Daniela Graf, Mechthild Burger-Mathieu, Adrian Schmitz und Esther Jehle FOTO: DIETER ACKERMANN

Anfang der 80er-Jahre besuchte Adrian Schmitz als Azubi zum Speditionskaufmann der in Mettlach ansässigen Spedition Lippert fast täglich Villeroy & Boch in Mettlach. Bei seinem jetzigen Besuch, 32 Jahre nachdem er bei einem Unfall das Augenlicht verloren hat, gab ihm die damalige Ortskenntnis wertvolle Orientierungshilfe. An der Seite seiner Stellvertreterin Mechthild Burger-Mathieu musste der Vorsitzende des Vereins Herzensengel vor dem Durchschreiten des Haupteingangs zur Alten Abtei erst mal einen Augenblick verweilen: „Hier sorgen viele Erinnerungen für bewegende Emotionen.“

Das sollte sich wenig später in der V & B-Hauptverwaltung sogar noch einmal steigern, als Schmitz sich – aus gutem Grund – zutiefst gerührt ein Tränchen aus den Augen wischen musste.

Aber der Anlass für diese Fahrt nach Mettlach machte solche Gefühle auch durchaus nachvollziehbar. Während der Vorsitzende der Herzensengel sich noch mit dem Blindenstock über das Kopfsteinpflaster des Eingangsbereichs tastete – „jetzt müssen wir linksherum“ – wusste er schließlich, dass er wenig später die größte Einzelspende offiziell entgegennehmen würde, über die sich der Verein seit seiner Gründung am 12. Januar 2012 freuen durfte. „Als mich vor einigen Tagen Sabine Adam per E-Mail darüber informierte, dass wir eine Spende über 12 000 Euro vom Weltunternehmen Villeroy & Boch erwarten dürfen, war ich zunächst mal sprachlos und zugleich zutiefst berührt.“

Wenig später war es dann so weit: Adrian Schmitz und Mechthild Burger-Mathieu wurden in der Hauptverwaltung unter anderem von Esther Jehle, vom Vorstand (Chief Human Resources Officer) und Daniela Graf, Gesamtbetriebsratsvorsitzende und Aufsichtsrätin, herzlich begrüßt. Dabei erfuhren die beiden Vertreter der Herzensengel auch, wie es zu dieser großen Spende gekommen war. Esther Jehle: „Unser Unternehmen feiert in diesem Jahr bekanntlich sein 275-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses stolzen Jubiläums hatten wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem großen Fest eingeladen.“ Bei dieser Feier sei auch die Idee in die Tat umgesetzt worden, mit einer großen Tombola einen namhaften Erlös erzielen zu wollen, mit dem man eine Organisation unterstützen wollte, die immer wieder in Not geratenen Menschen aus der Heimatregion aktiv zur Seite steht.

An den Vorstand der Herzensengel gewandt, versicherten dann Esther Jehle und Daniela Graf: „Verstehen Sie es als Zeichen unserer Wertschätzung für das großartige Engagement der Herzensengel, dass wir mit dem Erlös unserer Jubiläumstombola, den wir als Unternehmen noch einmal auf insgesamt 12 000 Euro aufgestockt haben, Ihre segensreichen Hilfen für unverschuldet in Not geratene Menschen unterstützen wollen.“ Gerade solche regionalen Initiativen würden von Villeroy & Boch immer gern gefördert.

Daniela Graf fügte als Gesamtbetriebsratsvorsitzende und Aufsichtsrätin gleich noch hinzu, dass alle Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen seit Jahren sehen und zu schätzen wissen, was die Herzensengel für in Not geratene Mitmenschen leisten, die auf sich allein gestellt gar nicht in der Lage wären, ihre aus Schicksalsschlägen entstandenen Probleme zu meistern. „Und aus dieser Wertschätzung heraus ist es für uns alle keine Frage gewesen, wem wir mit dem Erlös unserer Jubiläumsaktion zusätzliche finanzielle Möglichkeiten für aktive Nächstenliebe bieten wollen.“


Das war dann auch der Augenblick, an dem Adrian Schmitz gerührt zum Taschentuch greifen musste. Im Namen aller Herzensengel bedankte er sich herzlich für diese größte Einzelspende, über die sich sein Verein seit seiner Gründung freuen darf. Als dann nicht ganz zufällig auch noch ein symbolischer Scheck zur Verfügung stand, konnten die Fotografen das Quartett von Villeroy & Boch sowie des Vereins Herzensengel zum Erinnerungsfoto bitten. Dabei versprach Schmitz: „Dieser Scheck wird später noch eingerahmt und findet dann in meinem Arbeitszimmer einen Ehrenplatz.“


Emsiger Strickkreis legt nach 40 Jahren die Nadeln weg

Bericht von Dieter Ackermann in der Saarbrücker Zeitung vom 31.07.2023

Mit Adrian Schmitz von den Herzensengeln freute sich Bürgermeister Wolfgang Hübschen (links) über den Spendenscheck des Strickkreises. Damit ließ die Frauengemeinschaft St. Helena mit Hermine Hero (rechts) ihr langjähriges soziales Engagement ausklingen.
Mit Adrian Schmitz von den Herzensengeln freute sich Bürgermeister Wolfgang Hübschen (links) über den Spendenscheck des Strickkreises. Damit ließ die Frauengemeinschaft St. Helena mit Hermine Hero (rechts) ihr langjähriges soziales Engagement ausklingen.

Viele Jahre lang hatte sich der Strickkreis der Frauengemeinschaft St. Helena alle 14 Tage getroffen. Der Erlös ihrer Handarbeiten kam armen Menschen in Afrika und zuletzt in der vom Krieg heimgesuchten Ukraine zugute.

Im Sitzungssaal des Weiskircher Rathauses erzählten die verbliebenen Mitglieder jetzt auch, dass ihnen das gemeinsame Stricken für einen guten Zweck ebenso viel Spaß bereitet habe wie die gleichzeitigen Plauderrunden über dies und das. Damit ist jetzt aber Schluss, weil die aktive Runde zuletzt immer kleiner geworden ist. Allerdings ließen sie sich für das Ende ihrer langjährigen Zusammenarbeit eine Aktion einfallen, an die sich Bürgermeister Wolfgang Hübschen und Adrian Schmitz von den Herzensengeln noch lange dankbar erinnern werden.

Angefangen hatte alles im April 1984, als sich Hermine Hero und fünf weitere Frauen aus dem Kurort zum Strickkreis der Frauengemeinschaft St. Helena zusammenfanden. Fortan strickten sie alle 14 Tage gemeinsam ebenso schöne wie nützliche Produkte, für die sie dann beispielsweise bei Basaren viele dankbare Abnehmer fanden. Alle Erlöse kamen zunächst einem Lepra-Krankenhaus in Afrika zugute. Und weil das gemeinsame Handarbeiten ihnen viel Freude bereitete und der Erfolg sie darin bestätigte, fanden sich schon wenige Jahre später alle zwei Wochen bis zu 22 Frauen zusammen.

Hermine Hero erinnerte daran, dass der Strickkreis damals allein etwa 2000 Decken produziert habe, was in DM-Zeiten stolze 50 000 Mark und zuletzt noch mal 2000 Euro ergeben habe, die armen und in Not geratenen Menschen das Leben erleichtern. Nach dem Engagement für Afrika seien diese Erlöse auch dem Förderkreis St. Jacobus für Rumänien und zuletzt Menschen in der Ukraine zu Gute gekommen.

Bei einem abschließenden Kassensturz sei dann festgestellt worden, dass noch rund 1400 Euro vorhanden waren. Darüber, wie dieses Geld einem guten Zweck zugeführt werden könnte, unterhielt sich Hermine Hero mit Wolfgang Hübschen. Die Lösung war schnell gefunden. Der Bürgermeister empfahl ihr, den gesamten Betrag zunächst auf ein Gemeindekonto einzuzahlen. Und als er jetzt die verbliebenen Frauen des früheren Strickkreises und Adrian Schmitz von den Herzensengeln im Sitzungssaal des Rathauses begrüßte, lag für das obligatorische Erinnerungsfoto bereits ein symbolischer Scheck über 1400 Euro bereit.

Bevor dieser dem Vorsitzenden der Herzensengel überreicht wurde, machte Schmitz alle Beteiligten auf eine „kleine Variante in meinem blinden Leben“ aufmerksam. Da habe bei ihm in Merzig das Telefon geklingelt: „Und Wolfgang Hübschen teilte mir mit, dass der Strickkreis mit 1400 Euro die Arbeit unserer Herzensengel unterstützen möchte. Da blieb mir nur, ein herzliches Dankeschön zu sagen.“

Diesen Dank wiederholte er jetzt auch im Rathaussaal verbunden mit dem Versprechen, dass dieser Betrag in Zukunft wieder für einen Notfall in Weiskirchen verwendet werden soll. Erst vor wenigen Tagen hätten die Herzensengel einer mittellosen Familie die Beerdigung ihrer plötzlich verstorbenen Tochter ermöglicht. Niemand wünsche sich in Weiskirchen, dass etwas Schlimmes passiert. Aber wenn doch: „Dann ist Geld da.“ Dazu passte das Motto des Strickkreises: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“


Kolpingjugend spendet für Herzensengel

Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 13.07.2023

Adrian Schmitz, Vorsitzender der Herzensengel, nahm das Geld von der Kolping-Jugend entgegen. Foto: Herzensengel
Adrian Schmitz, Vorsitzender der Herzensengel, nahm das Geld von der Kolping-Jugend entgegen. Foto: Herzensengel

1000 Euro hat die Kolpingjugend Merzig dem Verein Herzensengel gespendet. Das Geld stammt aus dem Fastenessen mit dem Titel „Essen verbindet – teilen auch“. Wie Karin Hans, Gründerin der Kolpingjugend Merzig, mitteilt, sind bei der Kampagne seit 2014 weit über 6000 Euro zusammengekommen. Die Tafel hat nach ihren Worten einen Obolus erhalten, ebenso Kolpingprojekte in Bolivien und die Flutopfer im Ahrtal.

Seit Gründung im Jahr 2010 engagieren sich die Mitglieder der Kolpingjugend bei St. Martin. Vor neun Jahren kamen die Fastenessenaktion und der Verkauf der selbst gebackenen Osterlämmer dazu. Seit Jahren arbeiten Emma und Klara Leick, Dominik Bastian, Kristin Lauer, Victoria Hans, unterstützt von den Kolping-Mamas Heidi Leick und Karin Hans. „Und Andreas Bastian ist für alles Elektrische verantwortlich“, verrät Karin Hans.

Adrian Schmitz, Vorsitzender der Herzensengel, dankte der Gruppe für ihre Unterstützung.


Nikolaus-Spenden finanzieren Inklusions-Schaukel

Der Verein Herzensengel hat dieser Tage die Geldsumme entgegengenommen und will sie weiterleiten.

Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 19.04.2023

Da freute sich das kleine dicke Sparschwein Klara bei der symbolischen Geldübergabe – mit (von links) Kirsty Meyer, Adrian Schmitz von den Herzensengeln Merzig und Heiko Kolz vom HKV Morscholz. Foto: Brücker Erich
Da freute sich das kleine dicke Sparschwein Klara bei der symbolischen Geldübergabe – mit (von links) Kirsty Meyer, Adrian Schmitz von den Herzensengeln Merzig und Heiko Kolz vom HKV Morscholz. Foto: Brücker Erich

Schon etliche Jahre sorgt der Heimat- und Kulturverein (HKV) im Waderner Stadtteil Morscholz mit dem Besuch des Heiligen Nikolaus samt Knecht Ruprecht für die Pflege eines alten Brauchs. Am Abend vor dem Namenstag des heiligen Mannes am 5. Dezember ziehen solche Nikolaus-Teams durch die Straßen des Ortes, besuchen sicherlich viele liebe oder auch weniger liebe Kinder und beschenken sie, nachdem diesen entweder ordentlich viel Lob erteilt oder zuweilen auch mal die Leviten gelesen wurden. Seit zwei Jahren werden aufgrund der Corona-Pandemie auch Seniorinnen und Senioren über 90 Jahre besucht.

Dafür nehmen die Männer im roten Gewand mit weißem Bart eine freiwillige Spende entgegen, die alljährlich durch den Heimatverein an Projekte für karitative Zwecke verteilt werden. Im vergangenen Dezember hatten die Morscholzer Nikoläuse und Knecht Ruprechts schon einiges zu tun.

 

Vier Pärchen waren unterwegs und besuchten 29 Familien mit 43 Jungen und Mädchen. Dazu klopften sie noch bei zwölf Seniorinnen und Senioren an die Tür, die alle mit einem fröhlichen Hallo ihre Gäste in der guten Stube empfingen. Mit einem Präsent konnten Kinder wie Erwachsene überrascht werden. „Die gespendeten Geldbeträge wurden von unserem Verein auf einen runden Tausender aufgestockt“, erzählten Kirsty Meyer und Heiko Kolz vom Vorstand des HKV beim Besuch von Adrian Schmitz vom Verein Herzensengel Merzig, der in diesem Jahr für seine sozialen Vereinsziele finanziell unterstützt wird.

Bei der symbolischen Geldübergabe im Morscholzer Gasthaus Beim Schmeika freute sich das kleine dicke Sparschwein Klara ebenso wie Empfänger Adrian, nachdem Meyer und Kolz ihre Geldscheine in den Schlitz gesteckt hatten. „Üblicherweise unterstützen wir unverschuldet in Not geratene Personen, aber dieses Geld nehmen wir als Grundstock für ein Behinderten-Karussell, das im kommenden Jahr am Noswendeler See unmittelbar neben der Behinderten-Schaukel aufgestellt werden soll und etwa rund 11 000 Euro kosten wird“, versicherte Schmitz den ebenfalls zufriedenen Spendern, die natürlich hoffen, das sich noch viele Nachahmer finden lassen für dieses Projekt der Herzensengel.

Mit einem kräftigen Händeschütteln zum Dank verabschiedete sich Adrian Schmitz, natürlich mit Karla unterm Arm.


Dieses Karussel macht wirklich allen Spaß

In seinem Kurpark lebt Weiskirchen ein Stück mehr Inklusion. Neben dem neuen Karussel gibt es dort auch ein neues Labyrinth.

Bericht von Dieter Ackermann in der Saarbrücker Zeitung vom 19.04.2023

Adrian Schmitz und der kleine Lars Hassler drehten zur Freude der versammelten Gäste schon mal erste Runden auf dem neuen Inklusionskarussell. FOTO: DIETER ACKERMANN
Adrian Schmitz und der kleine Lars Hassler drehten zur Freude der versammelten Gäste schon mal erste Runden auf dem neuen Inklusionskarussell. FOTO: DIETER ACKERMANN

Der kleine Lars Hassler rollte geschickt mit seinem Rollstuhl auf das nagelneue Inklusionskarussell. Und nachdem auch Adrian Schmitz im Sitz gegenüber seinen Platz gefunden hatte, konnten beide mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht die ersten Runden drehen. Dann aber hieß es flugs wieder raus, schließlich hatte die offizielle Übergabe dieses Inklusionskarussells sowie des neuen Inklusionslabyrinths noch gar nicht stattgefunden. Nach dieser offensichtlich gelungenen Generalprobe in Weiskirchens Kurpark bat Bürgermeister Wolfgang Hübschen die erschienenen Gäste zur eigentlichen Begrüßung.

Die ging übergangslos in ein vielfaches Dankeschön an alle über, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen hatten. Da war natürlich Adrian Schmitz als Vorsitzender der Herzensengel erster Ansprechpartner. Darüber hinaus bedankte sich der Bürgermeister bei den Vorstandsmitgliedern des Vereins Pro Inklusionsschaukel, beim Rotary-Club Lebach-Wadern, beim Unternehmen Ursapharm-Engagement, bei zwei Versicherungen und nicht zuletzt beim Sozialministerium, das ebenfalls einen stattlichen Betrag zur Anschaffung der Inklusions-Spielgeräte beigesteuert hatte. Auch der Spendenbeitrag von Ortsvorsteher Stefan Schuh (Apfelernte) blieb natürlich nicht unerwähnt.

Statt Geld habe der gemeindliche Bauhof mit Dieter Becker an der Spitze mit Muskelkraft und Sachverstand für die Aufstellung der Geräte gesorgt. Schließlich bedankte sich Hübschen auch noch ausdrücklich bei Silvia Koch, der Vorsitzenden des Behindertenbeirates, für ihre aktive Unterstützung. So galt sein Dank letztlich vielen Sponsoren: „Ohne diese Hilfen wären die Anschaffungskosten von rund 12 700 Euro zuzüglich des Aufbaus – alles zusammen etwa 13 000 Euro – auch gar nicht zu realisieren gewesen.“

Mit der bereits in 2021 aufgestellten Inklusionsschaukel sei Weiskirchen durch die jetzt vorhandenen drei speziellen Spielgeräte einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum barrierefreien heilklimatischen Kurort weiter gekommen. Diesen Ball griff dann auch Adrian Schmitz sofort auf, der in seinen Grußworten darauf aufmerksam machte, dass vom Hochwald-Trio der Kommunen Weiskirchen, Wadern und Losheim am See der heilklimatische Kurort als Erster mit drei Inklusionsspielgeräten die Ziellinie überschritten habe.

Der Vorsitzende der Herzensengel wies aber auch darauf hin, dass man mit diesen neuen Spielgeräten nicht nur für die Inklusion etwas Vorbildliches geschafft habe: „Damit leisten wir schließlich auch einen Beitrag für die Gesundheit aller Menschen, die in Weiskirchens herrlichem Kurpark etwas für ihre eigene Gesundheit leisten wollen.“

Am Rand dieser kleinen Feier erfuhr die SZ auch von Anne Hassler, der Mutter des an der unheilbaren Krankheit Duchenne muscular dystrophy (DMD) erkrankten Sohnes Lars Hassler, dass sie mit ihm extra zu diesem Termin gekommen sei, während der andere Zwilling an der eigentlich anstehenden Vorbereitung auf die Kommunion teilnahm. „Das sind wir – finde ich – schon aus Dankbarkeit den Herzensengeln, der Gemeinde Weiskirchen und den vielen Menschen schuldig, die uns bisher schon so tatkräftig unterstützt haben“, fügte Anne Hassler gleich noch hinzu. Während zur selben Zeit auf dem unmittelbar benachbarten Multifunktionsfeld viele Kinder herumtobten, wagten sich auch die ersten Jugendlichen an die neuen Inklusionsspielgeräte.

Gleichzeitig widmeten sich die erwachsenen Teilnehmer dieser Eröffnungsfeier den kleinen Leckereien und den mitgebrachten Getränken, die von der Gemeinde Weiskirchen zu diesem schönen Anlass spendiert worden waren. Spaziergänger, die gleichzeitig bei herrlichem Wetter den Rundwanderweg um den Kurpark-Weiher erkundeten, versicherten der SZ, dass es für sie ein wirklich erfreulicher Anblick sei, auf dem Multifunktionsfeld und dem Spielplatz so viele Kinder und Jugendliche, behindert und nichtbehindert, gemeinsam herumtollen zu sehen, was Bürgermeister Hübschen ähnlich sieht: „Genau das wollen wir hier sehen, das ist gelebte Inklusion.“

Info

Mit den beiden neuen Inklusions-Spielgeräten nahe dem Ufer des Kurpark-Weihers hat die Gemeinde Weiskirchen jetzt einen kompletten Satz von Spielgeräten, die von behinderten und nichtbehinderten Jugendlichen jederzeit genutzt werden können. Die vor zwei Jahren aufgestellte Inklusions-Schaukel wurde jetzt durch ein ebenfalls behindertengerechtes Karussell und ein Labyrinth komplettiert. Für die beiden neuen Spielgeräte wurden von den Herzensengeln und gleich mehreren Sponsoren insgesamt rund 13 000 Euro aufgebracht. Für ihren Aufbau sorgte Weiskirchens Bauhof mit Muskelkraft und Sachverstand.

Bürgermeister Wolfgang Hübschen wies bei der feierlichen Eröffnung unter anderem darauf hin, dass die Gemeinde Weiskirchen damit als erste Kommune im grünen Kreis den Kindern und Jugendlichen – behindert oder nichtbehindert – einen kompletten Satz dieser Spielgeräte anbieten kann. Der Vorsitzende der Herzensengel, Adrian Schmitz, ergänzte die Auskunft mit dem Hinweis, dass der heilklimatische Kurort damit seines Wissens sogar im ganzen Saarland eine Vorreiterrolle spielt.


Tiefer Schock, doch große Hilfsbereitschaft

Anfang April zerstörte in verheerendes Feuer das Wohnhaus einer vierköpfigen Familie in Düppenweiler, die Bewohner mussten zeitweilig im Krankenhaus behandelt werden. Die Eltern und ihre beiden Kinder konnten mittlerweile die Klinik wieder verlassen, aber sie stehen vor dem Nichts. Doch es gibt Hoffnung, eine Welle der Hilfsbereitschaft rollt an.

Bericht von Margit Stark in der Saarbrücker Zeitung vom 14.04.2023

 Auch der Großeinsatz der Feuerwehr konnte das Wohnhaus in Düppenweiler, in dem am ersten Aprilwochenende ein Feuer ausgebrochen war, nicht mehr retten. Foto: Rolf Ruppenthal
Auch der Großeinsatz der Feuerwehr konnte das Wohnhaus in Düppenweiler, in dem am ersten Aprilwochenende ein Feuer ausgebrochen war, nicht mehr retten. Foto: Rolf Ruppenthal

Auch gut eine Woche nach dem verheerenden Brand seines Wohnhauses in Düppenweiler (die SZ berichtete) hat das junge Ehepaar den Schock noch nicht überwunden. Zu übermächtig ist das Entsetzen bei den Eheleuten, sich und die beiden Kinder erst in allerletzter Sekunde vor den Flammen in Sicherheit gebracht zu haben. Zu tief sitzt die Trauer, ihr Domizil mit allem, was dazu gehört, verloren zu haben. Denn das Feuer, das späten Abend des ersten April-Sonntages in dem Zuhause der Familie wütete, hat das Gebäude unbewohnbar gemacht und das Inventar zerstört.

„Der Weg durch den Hausgang war schon komplett verraucht. Zum Glück war da Tür zur Terrasse, über die wir fliehen konnten“, erzählt die Mutter zweier Kinder (Name der Redaktion bekannt) über die Horrornacht. Nur mit dem, was die vierköpfige Familie am Leib trug, konnte sie sich retten. Mit einem Großaufgebot kämpfte die Feuerwehr über Stunden gegen den Brand – vergebens. Aus einem Zimmerbrand, wie anfänglich gemeldet, hatte sich ein Feuer entwickelt, das auf weitere Räume des Hauses übergriff.

Warum der verhängnisvolle Brand ausgebrochen ist, steht nach Angaben der Kriminalpolizei Merzig noch nicht fest. Die Untersuchungen dauern an, teilt ein Kriminalbeamter auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt haben die Eltern und ihre Kinder im Alter von sechs Jahren und einem Jahr mittlerweile Obdach bei Verwandten gefunden. Doch die Sorgen, ihr gesamtes Hab und Gut verloren zu haben, treibt den Eheleuten tiefe Sorgenfalten auf die Stirn. „Es ist schlimm, wieder bei Null anfangen zu müssen“, klagt die Mutter. Während eines ihrer Kinder die geliebten Spielautos schmerzlich vermisst, sehnt sich sein Geschwisterchen nach den Dinos, die ebenfalls ein Opfer der Flammen wurden. Ein Lichtblick für die Eltern ist die Gewissheit, dass sie in ihrem Unglück nicht allein gelassen werden und ihnen viel Unterstützung zuteil wird – durch Freunde aus Düppenweiler, die mit dem Verein Herzensengel aus Merzig eine Hilfsaktion gestartet haben. „Als erstes haben wir den Opfern des Brandes eine Nothilfe von 2000 Euro gewährt“, sagt Adrian Schmitz, Gründer und Vorsitzender der Organisation. „Damit konnten sie sich im Losheimer Globus mit dem Notwendigsten eindecken, was sie brauchten“, sagt er.

Zudem haben er und seine Mitstreiter mit Freunden der Familie zu einer Spendenaktion aufgerufen. Unter dem Stichwort „Wir wollen helfen“ beschreiben sie das tragische Schicksal der Familie und bitten um Unterstützung. „Ich bin fasziniert von der Hilfsbereitschaft, die der Familie entgegen gebracht wird“, schwärmt Schmitz. Schon sehr viele Menschen hätten gespendet, erzählt er. „Die Beträge belaufen sich von fünf bis 300 Euro“, sagt Schmitz. Er hofft, noch weitere Spenden für die Familie verbuchen zu können. Denn, so der Herzensengel-Vorsitzende: „Die Vier brauchen jeden Cent, um neu anfangen zu können.“


Leben retten leicht gemacht

Herzensengel Beirat Mettlach übergibt 2 Defibrillatoren in Mettlach und Orscholz.

Bericht im Wochenspiegel vom 12.04.2023

Kleines Gerät mit großer Wirkung: Seit einigen Jahren gibt es kleine Geräte, mit denen auch Laien eine Defibrillation durchführen können – die Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED), die mittlerweile auch an vielen öffentlichen Orten verfügbar sind. Um die Sicherheit auch in der Gemeinde Mettlach mit der Ausstattung weiterer solcher Geräte zu erhöhen und Menschen vor dem schnellen Herztod zu bewahren, hat der Beirat der Herzensengel in Mettlach in seiner diesjährigen Versammlung beschlossen, zwei weitere AEDs für die Gemeinde Mettlach anzuschaffen. Als Standorte hat man sich auf die Mehrzweckhallen in Orscholz und Mettlach verständigt, da dort täglich neben zahlreichen Schüler:innen auf viele Vereine und Organisationen trainieren oder Wettkämpfe durchführen. So konnte am vergangenen Freitag im Beisein der jeweiligen Schulleiter:in und der beiden Ortsvorsteher, die Geräte vor Ort durch Beiratsvorsitzender und Bürgermeister Daniel Kiefer mit seinem Stellvertreter Adrian Schmitz übergeben werden.

„Jeder kann Leben Retten und mit dem AED ist es so auf einfache Weise möglich, seine Mitmenschen vor dem plötzlichen Herztod zu bewahren. Ich bin froh, dass wir mit diesen zusätzlichen Geräten das Netz an Defibrillatoren in der Gemeinde Mettlach nun wieder etwas enger gestalten können, um so im Bedarfsfall schnell zu reagieren, bis die professionelle Hilfe eintrifft“, zeigt sich Beiratsvorsitzender und Bürgermeister Daniel Kiefer sichtlich erfreut.


Weitere Geräte konnten durch die Herzensengel schon im Freibad Mettlach, in der Fußgängerzone Mettlach sowie am Cloef-Atrium in Orscholz platziert werden.


Menschen wollen Brandopfern helfen

Freunde der vierköpfigen Familie aus Düppenweiler und die Herzensengel aus Merzig haben eine Hilfsaktion gestartet.

Bericht von Margit Stark in der Saarbrücker Zeitung vom 05.04.2023

 Bei dem Wohnhausbrand in Düppenweiler konnten sich die Bewohner, eine vierköpfige Familie, rechtzeitig in Sicherheit bringen. Allerdings entstand großer Sachschaden. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Foto: Rolf Ruppenthal
Bei dem Wohnhausbrand in Düppenweiler konnten sich die Bewohner, eine vierköpfige Familie, rechtzeitig in Sicherheit bringen. Allerdings entstand großer Sachschaden. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Foto: Rolf Ruppenthal

Der Schock sitzt tief bei dem jungen Elternpaar und seinem Nachwuchs. Nur mit dem, was sie am Leib trugen, konnten sie sich am späten Sonntagabend in Düppenweiler vor den Flammen in Sicherheit bringen, die den Vieren ihr Zuhause und alle Habseligkeiten entrissen. Zwar setzte ein Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungskräften über mehrere Stunden alles daran, das Haus noch zu retten – doch ohne Erfolg. Das Feuer wütete in dem Gebäude und machte es unbewohnbar. Die Familie erlitt eine Rauchvergiftung und wurde in Krankenhäuser gebracht. Mittlerweile wurden die Eltern und ihre sechs- und einjährigen Kinder als geheilt entlassen – der einzige positive Aspekt in dieser Tragödie.

 

Warum der Brand ausgebrochen war, steht nach Angaben der Polizei noch nicht fest. In den nächsten Tagen soll ein Gutachten vorliegen, das über die genaue Ursache Auskunft geben soll, heißt es auf SZ-Anfrage weiter. Angerührt durch den schlimmen Schicksalsschlag, der die Familie mit voller Wucht traf, haben sich ihre Freunde aus Düppenweiler mit den Herzensengeln aus Merzig zusammengeschlossen, um für die Eltern und ihre beide Kindern eine Benefizaktion auf die Beine zu stellen. Nach Telefonaten zwischen ihnen und Adrian Schmitz, Gründer der Herzensengel, stand fest: „Wir versuchen, die Brandopfer gemeinsam zu unterstützen.“ Noch keine 24 Stunden nach dem verheerenden Unglück ging es los. „Wir wollen helfen“ ist der Aufruf zur Unterstützung überschrieben – ein Appell, der viele Menschen zur Hilfe animiert hat.   „Ich bin überwältigt von der Hilfsbereitschaft“, gerät Schmitz über das Engagement ins Schwärmen. Die Höhe des Betrages, der nach gut einem Tag zusammengekommen ist, will er nicht verraten. Nur so viel sagt er: „Es kann so weitergehen.“ Denn die Familie muss bei Null anfangen und braucht jeden Cent.


Letzter gemeinsamer Urlaub für Jana und ihre Familie

Herzensengel und Lions Merzig unterstützen eine 17-Jährige Perlerin bei ihrem letzten Wunsch.

Bericht in der Saarbrücker Zeitung vom 07.03.2023

Das Schicksal einer jungen Frau aus Perl, die an einem aggressiven Hirntumor leidet, hat den Vorsitzenden der Herzensengel, Adrian Schmitz, und Lions-Präsident Jörg Loth so tief berührt, dass sie sofort mit ihren Organisationen halfen, der 17-jährigen Jana einen letzten Wunsch zu erfüllen. Die Perlerin wünscht sich, noch einmal gemeinsam mit ihren Eltern in Urlaub zu fahren. „Als uns Bürgermeister Ralf Uhlenbruch und die Feuerwehrkameraden aus Perl über dieses so traurige Schicksal informierten, war sofort klar, dass wir hier helfen müssen“, berichten Loth und Schmitz gemeinsam. Zuvor hatte der Löschbezirk Perl bereits zu einer internen Spendensammlung aufgerufen. Gemeinsam mit jeweils 1000 Euro von den Herzensengeln und den Merziger Lions ist es nun möglich, dass die junge Frau mit ihrer Familie einen gemeinsamen Urlaub im Centerpark in Holland verbringen kann. Die Familie von Jana ist auf weitere finanzielle Mittel angewiesen. Die Lions Merzig und die Herzensengel nehmen gerne Spenden mit dem Stichwort „Jana“ auf ihren Spendenkonten entgegen.

Die Familie ist zur Bewältigung der nächsten Monate auf finanzielle Mittel angewiesen. Der Lions Club Merzig und der Herzensengel nehmen gerne weitere Spenden mit dem Stichwort „Jana“ auf ihren Spendenkonten entgegen:
Spendenkonten:
Lions Hilfswerk Merzig e. V., Sparkasse Merzig-Wadern, IBAN: DE08 5935 1040 0000 0978 73
Herzensengel e. V., Sparkasse Merzig-Wadern, IBAN DE77 5935 1040 0000 2081 81


Ein Rollstuhl-Lift für Leon

Leon (4) aus Köllerbach ist ein lebhafter Junge. Er lacht gerne und viel und hält seine Eltern Nicole und Heiko Krüger in seinem Rollstuhl ganz schön auf Trab. Leon leidet jedoch an Infantiler Zerebralparese und damit einhergehend an Epilepsie.

Bericht von Ellen Krüger in der Saarbrücker Zeitung vom 17.02.2023

Spendenübergabe für den kleinen Leon in der Grünen Laterne in Heusweiler, von links: Marita Altmeyer, Vera und Friedrich Geißinger, Leon Krüger, Sven Branca-Schons, Heiko Krüger, Ellen von Rogall, Ellen Krüger. Foto: Engel
Spendenübergabe für den kleinen Leon in der Grünen Laterne in Heusweiler, von links: Marita Altmeyer, Vera und Friedrich Geißinger, Leon Krüger, Sven Branca-Schons, Heiko Krüger, Ellen von Rogall, Ellen Krüger. Foto: Engel

Er wird nie laufen können und ist in seinen geistigen Fähigkeiten eingeschränkt. Auch habe er Probleme mit dem Schlucken, wie seine Mutter berichtet, und benötige eine Magensonde. Auf Umwegen, über Spendenplattformen wie „betterplace“ und den Verein „Herzensengel“, der sich ebenfalls schon für den Jungen eingesetzt hat, ist das Dart-Team 26 Heusweiler auf die Situation der Familie Krüger aufmerksam geworden und hat sich gleich entschlossen, zu helfen. Im Rahmen eines „Doppel-Hausballs“ in der Heusweiler Gaststätte „Grüne Laterne“, also einmal der Hausball des Lokals und zum Zweiten ein Hausball der im selben Haus ansässigen Dartspieler, kamen jetzt 738,38 Euro Spenden zusammen, dazu eine Privatspende von 1000 Euro. Zwei hohle Holzhasen waren im Vereinslokal aufgestellt, die rasch gefüllt waren. Auch die Bedienungen spendeten ihr Trinkgeld, erzählt nicht ohne Stolz Marita Altmeyer vom Team der „Grünen Laterne“.

„Das Geld können wir gut gebrauchen“, sagt Nicole Krüger. Bis zur Haustüre seien 13 Treppenstufen zu überwinden, „mit dem Rollstuhl nur mit hoher Kraftanstrengung zu meistern“. Nun solle ein Lifter installiert werden, 25 000 Euro kostet diese Investition. Darin eingerechnet sei schon der Rabatt der Fachfirma, so Krüger. Nach der Spende der Dartspieler aus Heusweiler fehlte noch 7000 Euro, „das werden wir auch noch schaffen“, da sind die Krügers zuversichtlich.